Frankreich 4 Flüsse Tour 2019

Marbacher Kanu-Club auf Vier-Flüsse-Tour in Frankreich!  12 Vereinsmitglieder waren dabei.

Rückblick auf ein Sommermärchen 2019

Die Loue, der Doubs, der Allier, die Loire – eine gute Kombination für zwölf Kanuten mit unterschiedlichen Kenntnissen in Technik und Erfahrungen.


Die vorangegangene Zeit der Trockenheit zwang zunächst uns Paddler, erst mal den ersehnten Regen abzuwarten, um einen fahrbaren Wasserstand zu erhalten.
Da wurde diese Zeit zu einem Ausflug zur „Source de la Loue“ in der Region Bourgogne, Franche-Comté genutzt. Diese aus einem Felsenloch des Jura heraus quirrlende und tosende Karstquelle bildet einen mächtigen Wasserfall in ca. 535 m Höhe und ist der Anfang einer Schlucht, in der diese  Wasserkraft einst intensiv genutzt wurde von Mühlen, Schmieden und Flößern – kaum vorstellbar bei dieser Wasserwucht.
Fragmente sind erhalten und ein Audio-Film erzählt die Geschichte dieser Zeit, dieser Menschen und deren Arbeit um 1750 und später.


Kanuten müssen selbstverständlich die Naturschutzzeiten einhalten, die in diesem Fall am 1.August aufgehoben waren. Trotzdem brauchten die Flüsse Loue und Doubs noch Wasser, ein Regentag, den wir in der größten europäischen Tropfsteinhöhle „Cueva de Orselle“ verbrachten. Die 4 Kilometer Gesamtlänge (hin und zurück) des erschlossenen Bereichs, ließen uns ehrfurchtsvoll staunen ob der  in vielen Millionen Jahren geprägten kunstvollen Tropfsteine, der Wohnräume von Wollbären, prähistorischem Getier und später auch für Menschen genutzt.
Nach diesem Regentag verdoppelte sich der Wasserstand der Loue und sie wurde dadurch in den zwei Etappen zur Herausforderung an Kaskaden, alten Mühlenwehren durch das erforderliche Abseilen der Boote und das Absteigen im Wehr über glitschige Gesteinsbrocken.
Im nun strömenden Wasser war jetzt auch das Üben von Kehrwasser- und Seilfähre-Paddeltechnik gut möglich.
Danach zogen wir weiter an den Unterlauf des Doubs. Die Uferlandschaft ist dort sehr schön, er ist dort ein klares, schnell fließendes Gewässer - aber auf den letzten Kilometer im Staubereich der Mündung in die Saone nimmt die Fließgeschwindigkeit deutlich ab.
Eigentlich war es geplant, den zweiten Teil der Reise in den herrlich klaren Kleingewässern der Altrheinarme im Ortenau zu verbringen.
Die allgemeine Stimmung der Kanuten tendierte jedoch zum Verbleib in Frankreich und damit ließ sich Wanderwart Helmut Klein spontan ein neues Programm auf Allier und Loire einfallen.  Somit genossen wir bei herrlichem Sommer- und Badewetter die Naturflüsse mit ihrer Vogelwelt, Ufergestalt, Sand- und Kiesinseln und natürlich kam auch die Geselligkeit unter Paddlerfreunden dabei nicht zu kurz.
Siebzehn schöne Tage im Juli/August 2019 bleiben uns in Erinnerung.

Bericht von
Barbara Klein als Teilnehmerin

Kanu-Club Marbach e.V.